Moore – eine Landschaft, die mich nicht loslässt.Moorstimmungen
Es beginnt meist vor der Morgendämmerung. Wenn andere noch schlafen, bin ich bereits unterwegs – in die Moore in unmittelbarer Umgebung, die ich in- und auswendig kenne und die mich immer wieder neu überraschen.
Das Moor ist kein spektakulärer Ort. Es ist ein stiller. Und genau das ist es, was mich anzieht. Hier passiert etwas, das die meisten Menschen nicht sehen – das Licht eines frühen Frühlingsmorgens, das die Landschaft in wenigen Minuten vollständig verwandelt. Nebel, der über dem Wasser liegt und sich langsam auflöst. Zwei Enten, die durch den Schleier gleiten, als würden sie zwischen zwei Welten schweben.
Wie diese Bilder entstehen
Die allermeisten meiner Bilder entstehen im Bereich der kreativen Naturfotografie – mit Langzeitbelichtungen, Mehrfachbelichtungen, bewussten Unter- und Überbelichtungen und weiteren kreativen Techniken. Bewegung wird nicht eingefroren, sondern sichtbar gemacht: Wasser verwandelt sich in Schleier, Gras in feine Strukturen, Tiere in flüchtige Erscheinungen. Licht ist dabei kein technischer Faktor, sondern Gestaltungsmittel. Was bleibt, ist die Stimmung – nicht der Moment.
Nur wenn eine Szene so lebendig und dynamisch ist, dass sie das verlangt, wechsle ich in die klassische Naturfotografie. Beides dient demselben Ziel: festzuhalten, was ich in diesem Moment fühle.
Eine Serie, die wächst
Moorstimmungen ist kein abgeschlossenes Projekt. Die Moore verändern sich mit den Jahreszeiten, mit dem Licht, mit dem Wetter. Ich komme immer wieder – und jedes Mal ist es anders. Diese Serie ist mein fortlaufendes Gespräch mit einem Ort, der mich seit Jahren begleitet.