Angefangen hat es 2020. Eine älter werdende Hündin, langsamere Spaziergänge, ein erstes Teleobjektiv. Plötzlich war nah, was vorher zu weit weg gewesen war. Aus dieser Langsamkeit ist eine Leidenschaft geworden.

Die Moore vor meiner Haustür

Die meisten meiner Bilder entstehen in den Mooren in unmittelbarer Umgebung. Ich suche keine Motive — ich suche Stimmungen. Das Licht, wenn das Rosa in Blau kippt. Nebel, der eine Landschaft auflöst. Das Moor ist für mich ein Ort zwischen Welten: still und voller Dynamik.

Immer wieder zieht es mich auch ans Meer. Während das Moor mich erdet, fordert mich die Nord- und Ostsee heraus.

Eine neue Richtung: Umweltfotografie

Seit ich am Seminar Umweltfotografie: Bilder machen Zukunft der Internationalen Akademie für Photographie (IAPh) teilnehme, hat sich meine Arbeit erweitert. Ich suche jetzt nicht nur Stimmungen, sondern Spuren — Zeugnisse der Beziehung zwischen Mensch und Natur. Eingriffe, Verdrängung, Gewöhnung. Und Versuche, wieder eine Kohabitation zu finden.

Draußen im Moor bin ich glücklich. In dieser Arbeit bin ich es nicht immer. Der Unterschied macht beide ehrlicher.

Eine erste Serie wird im Rahmen des Seminars auf dem Naturfotografiefestival Horizonte Zingst ausgestellt.

Wie ich fotografiere

Stimmung kommt zuerst. Technik danach. Mehrfachbelichtungen, lange Belichtungszeiten, ungewöhnliche Perspektiven — das sind Werkzeuge, keine Ziele.

Seit Anfang 2025 bin ich Vollmitglied der GDT, der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen. Eine Haltung, die ich teile: das Tier und seine Umwelt im Mittelpunkt, ohne Inszenierung.